Heute gibt es nur ein kurzes Stelldichein. Ich hatte gerade meine neuen Platten von Wir sind Helden und Snoop Doggy Dogg angehört, da kam mir die Single von Peter Rubin mit dem Namen „Da ist zu viel Schaum drauf“ vor die Linsen. Scheinbar habe ich mir diese Single mal gekauft um sie textlich auseinander zu nehmen. Ich kaufe mir die Singles meistens nur anhand des Titels ohne die Lieder überhaupt zu kennen. Beim ersten Mal hören bin ich dann meistens geschockt vom eklatanten Sexismus, der oft in den Schlagern mitschwang. Aber Spaß durfte ja damals alles.

Also, ich habe mir nun den Song „Da ist zuviel Schaum drauf“ angehört und weiß nicht was ich davon halten soll. Wir haben hier einen Song über Alkohol, glaube ich zu Mindestens. Irgendwie kommt mir gerade die Idee, ein Special über Alkohol zu machen. Aber da braucht es mindestens sieben Fässer Wein um mich da demnächst ranzusetzen.
Aber fangen wir mit der ersten Strophe an:
Wenn ich so mein Bier trink, na, eben,
Dann stell ich sehr oft das Gleiche fest:
Mein Glas ist viel leichter zu heben,
Als so ein volles Glas sich heben lässt.
Hè, Heinrich, komm her, Mann, was soll das?
Zapft so denn ein Wirt für seinen Freund?
Ein Wirt der den Gast liebt, gibt voll Glas.
Ich zahl für das was ist und nicht was scheint.
Wenn er seinem Freund dem Wirt hier Betrug vorwürft, sollte er vielleicht einmal das Eichamt anrufen, die dann mal schauen ob da wirklich genug Bier im Glas sind. Vielleicht gibt er aber auch nur zu wenig Trinkgeld. Spätestens nach der dritten Druckbetankung merkt er eh nicht mehr, dass das Glas nur noch aus Pisse und Schaum besteht.
Der Refrain:
Da ist zu viel Schaum drauf,
Das sieht nach mehr aus als es ist.
Da ist noch viel Raum drauf,
Wenn man das Maß mal richtig misst.
Eine schöne Krone sieht zwar herrlich aus;
Doch trotzdem: Da ist zu viel Schaum drauf,
Da drin ist Luft und die muss raus!
Lasst uns Schunkeln. Damals hat wirklich einer da gesessen und so ein Refrain geschrieben. Heute generiert so etwas die KI und man schämt sich dafür. Außer man ist bei einem AfD Sommerfest und ballert sich das Hirn mit Alkohol und Parolen zu und gröhlt eh jeden Mist mit. Einfache Sätze für einfache Bürger.
Bei der Zweiten Strophe wird es interessant.
Nicht nur wenn man Bier trinkt, na eben,
Da kriegt man sehr oft ein falsches Maß.
Da muss man sich wehren im Leben.
Genau besehen, macht das sogar Spaß.
Die Künstler, besonders die Sänger,
Die schlagen schon mal den Schaum sehr dick.
Je tiefer, der Sänger je länger,
Um soviel leichter fällt ihm dieser Trick.
Wie soll ich die Strophe nun verstehen? Er schlägt nun eine Brücke vom Bier zum Sänger. Mann könnte jetzt sagen. Klar doch passt. Ein Schlagersänger und Glas Bier, sind beide randvoll gefüllt mit Alkohol. Aber bis auf Jürgen Drewes hat Bier wohl wenigstens eine Krone. Andererseits wenn man sich gegen diese schaumschlagenden Sänger mal so richtig wehrt, tragen die vielleicht auch bald Kronen. Dies wäre dann ein Fall für Dr. Alban. Im Endeffekt wirft Peter Rubin in dieser Strophe anderen Sängern vor, was er in diesem Song macht. Er schlägt Schaum ohne jegliche Pointe. Eigentlich würde ich ihn gerne für diesen Song schlagen. Aber da Peter Rubin mit seinen 2m Körpergröße schon mal als „größter Schlagersänger Deutschlands“ (Quelle: vertrau mir Bro/ Wikipedia) bezeichnet wird, müsste ich ja nach oben schlagen. Und wie wir bei fast 30% in Deutschland wissen, treten wir Deutschen am liebsten nach unten. So lange es Anderen schlechter geht als mir, sieht mein Leben gleich viel besser aus….
Ich hätte auch noch etwas über den B Titel „Lass mich nicht laufen“ geschrieben aber nur wenn er Themenrelevant wäre und den Titel „Ich lasse es einfach laufen“ gehabt hätte.
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