Da ich nun doch noch ein wenig Bock habe, ein wenig über alte Musik zu plaudern, dies aber nicht so ausarten soll, dass ich noch den zweiten Teil der Entenmusik durchziehen würde, habe ich mal in meiner Plattenkiste in den Singles gekramt. Dort sind lauter (oder leise) alte Singles drin über die ich mal etwas schreiben wollte aber bisher wegen andere Projekte, nie dazu kam.
Da wir auf der Baustelle unsere Funkgeräte auf den Kanal 1.4 eingestellt haben und ich immer meinen Kollegen mit Teddybär einsvier anrede, wollte ich mir mal diese Single anschauen. Außerdem musste ich mir den Song als Kind nicht nur einmal anhören, da meine Mutter diesen Song ab und zu rauf und runter hörte. Dazu noch Andy Borg mit „die berühmten drei Worte“. Bei solchen musikalischen Verbrechen, die ich als Kind ausgesetzt war, hätte man eigentlich den Schutz im Heim suchen sollen. Oder sich musikalisch emanzipieren und sich richtiger Musik zuwenden. Also hat man die eigene Mutter direkt von der zweiten Etage mit Deathmetal und Grindcore berieselt. Und wer in Physik aufgepasst hat der weiß, das gute Musik nach unten steigt und schlechte Musik nach oben. Sieht man zum Beispiel an den Charts….

Wir haben uns dann auf Arbeit immer mehr mit Jonny Hill beschäftigt und waren verblüfft von dem was wir herausfanden. Nummer 9 wird euch schockieren!
Wusstet ihr, dass die Truckerlegende nie einen LKW Führerschein besass? Das ist für mich fast so schlimm als wenn Gangterrapper wie Bushido gemeinsame Sache mit der Polizei machen würden. Eine kurze Recherche im Internet später, mussten wir erfahren, dass nicht nur die Erde eine Scheibe ist, dass sich die Dinosaurier in das Erdinnere zurückgezogen haben und das die großen Truckergrößen im Business, keinen LKW Führerschein haben. Ja, Tom Astor und die Mitglieder von Truck Stop haben keinen LKW Führerschein. Einzig, Gunter Gabriel hatte einen, da mann man seinen Boss schon mal nach mehr Geld fragen.
Außerdem ist Jonny Hills größter Hit nur eine Coverversion. Red Sovine hat schon im Jahr 1976 seinen Song Teddy Bear ins Rennen geschickt bevor es 1978, die deutsche Übersetzung von Jonny Hill gab. Aber Jonny war nicht der Erste und bei weitem nicht der Einzige der den Song gecovert hat. Schon im Jahr 1976 gab es in den Niederlanden eine Version von Gerard de Vries.
In den Songs geht es um einen kleinen im Rollstuhl sitzenden Jungen, der seinen Vater bei einem LKW Unfall verloren hat. Der Vater konnte niemals den Wunsch seines Sohnes erfüllen nur einmal mit ihm als LKW Tour zu gehen. Der Erzähler des Songs nimmt das Kind dann in seinem Truck mit.
Aus heutiger Sicht würde ich es als Mutter unverantwortlich finden, sein Kind mit fremden Truckern reden zu lassen und es dann auch noch zu einem Fremden Mann einsteigen zu lassen. Da bekomme ich schon ein ungutes Gefühl wenn ich daran denke. Außerdem kommt mir da der Film „Joyride – Spritztour“ in den Sinn. brrrrrrr.
Im Laufe der Jahre, gab es auch Fortsetzungen des Songs. Red Sovine brachte den Song „Little Joe“ heraus, der von den Hund des Truckers handelt. Die Sängerin Diana Williams erzählt von „Teddy Bears last Ride„. In manchen Fortsetzungen stirbt Teddy Bear und in Anderen wie bei Sovines „Little Joe“ wird er nach Genesung selber zum Lastwagenfahrer. Aber auch Jonny Hill molk den Bullen bis er den letzten Tropfen Saft rausgepresst hatte. Mit „Hallo Teddybär„, „Teddybär, ich danke dir“ und „Papa, ich bin Teddybär“ gab es gleich drei Fortsetzungen von ihm. Wobei „Papa, ich bin Teddybär“ eher ein Making of vom „Ruf Teddybär 1-4“ ist und auch von seinem Sohn Andreas handelt.
Ich habe nun den Song in allen Varianten und Fortsetzungen gehört, dass ich ihn niemals wieder hören möchte!!!!
Für den gewissen „cringe“ habe ich natürlich ein gutes Musikvideo gewählt!
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