Ein neues Jahr hat frisch begonnen und es mal wieder Zeit ein neues Reviewduell zu starten. Und wer hätte das jemals geglaubt, dass wir so ein Durchhaltevermögen besitzen. Wir gehen mittlerweile in die 10 Runde. Normalerweise gehe ich schon nach einer Minute der ersten Runde KO zu Boden. Unser Jubiläumsfilm ist Uninvited von 1988. Diesen Film hat Ella ausgesucht mit den Worten, weil du Katzen so magst. Okay, das ist schon Mal ein Pluspunkt. Da Ella bisher immer nur schlechte Filme ausgewählt hat, könnte der 10. Film nun der Anfang eines Aufwärtstrends sein. Ob das wirklich so ist? Wir werden sehen….
Eine Katze, an der irgendwelche ungenannte Versuche durchgeführt wurden und dadurch, eine Art Parasit in sich trägt, kann aus einem Labor flüchten.
Es ist gerade Springbreak und eine Handvoll „Teenager“ findet kein Hotel zum übernachten. Der Millionär Walter Graham wittert seine Chance zum Stich zu kommen und lädt die beiden Mädels auf sein Boot ein. Diese lernen aber andererseits ein paar Jungs kennen und laden diese daraufhin auch auf das Boot ein. Walter ist davon natürlich nicht begeistert, muss sie aber notgedrungen mitnehmen, da ihn die Börsenaufsicht auf dem Kieker hat und er schnell weg muss und eine Mannschaft für das Boot benötigt. Eine der Mädels, liest noch eine Katze auf und nimmt sie mit auf das Boot. Schiffskatzen bringen ja Glück. Oder etwa nicht?
Nun erst einmal Butter bei die Fische, hat es Ella endlich mal geschafft einen guten Film auszuwählen? Nein! Kann der Film trotzdem irgendwie unterhalten? Ja! Der Film wurde 1989 indiziert und muss deshalb eine Gorebombe sein! Auch Nein. Nach 25 Jahren kam der Film wieder von der Liste, ohne eine Folgeindizierung und hat mittlerweile eine Freigabe ab 16 Jahren bekommen. Die Effekte sind durchweg gelungen und beschränken sich hauptsächlich auf Kratz- und Bisswunden. Dazu kommen noch die pulsierenden Adern durch die Vergiftung. Ein Highlight dürfte die Katze sein. Der Parasit kommt immer aus dem Maul der Katze, dies erinnerte mich manchmal an die Zunge vom Alien. Das Monster sieht auch schön designt aus, da lässt sich nicht meckern. Mal davon abgesehen, dass sich bei der Katze beim Miauen, der Mund nicht bewegt. Der Schwachpunkt des Films ist die recht dumme und simple Story. Aber was will man schon bei einen Budget von knapp 200000 Dollar schon verlangen. Von denen schon alleine 75000 Dollar für die „Stars“ drauf gegangen ist. Da wird vor dem Unfall schon einmal das Auto ausgetauscht oder man lässt eine Spielzeug-Yacht im Swimmingpool des Regisseurs untergehen. Für ein Drehbuchautor kann da nicht viel Geld da gewesen sein. Da nimmt man halt eine simple Story und packt sie mit stereotype Charaktere zu die dumme Dinge machen. Manchmal wirkt es auch so als ob Szenen nicht zu Ende gedacht wurden. Das Mysterium um die Katze wird nie geklärt. Es wird ein Sextant als Mikroskop benutzt und das „Finale“ ist an Lächerlichkeit und Faulheit kaum zu überbieten. Hätte man nicht die Hälfte des Budgets für Namen ausgegeben, hätte man sicherlich noch ein paar Schauwerte umsetzen können. Aber so ist es verschenktes Potential.
Der bekannteste Name im Cast dürfte George Kennedy sein, der 1988 in etlichen Filmen dieser Art mitgespielt hat. Ich erinnere nur mal an „Demon Warp“ wo er nur zugesagt hat, wenn seine Tochter eine Rolle bekommt. Er ist halt einfach nur da. Es ist verwunderlich, dass er nach der „Nackten Kanone“ noch solche Rollen brauchte. Aber ich kann mir fast vorstellen, dass er alles mitgenommen hat, was ihm angeboten wurde, weil ein Erfolg neben Leslie Nielson nicht abzusehen war. Oder er hat das gleiche Honorar bekommen wie immer. Den schmierigen Millionär Walter Graham spielt Alex Cord. Dieser dürfte Kindern der 80er aus der Serie Airwolf bekannt sein. Dort hat er den Archangel gespielt, dort aber mit Augenklappe. Der dritte „Star“ des Films und Grund dafür, dass Budget zur Hälfte in die Darsteller geballert wurde, ist Clu Gulager. Dieser sagt mir rein gar nicht. Eine für mich auffällige Rolle hatte er lediglich in „Verdammt, die Zombies kommen“ von 1985 in dem er den Burt aus dem Krematorium spielt. Weitere Darsteller wären Toni Hudson, die die Kapitänin des Schiffs spielt. Sie war zu dem Zeitpunkt mit Dirk Benedict verheiratet. Sie hat noch in „Leatherface: Texas Chainsaw Massacre III“ von 1990 mitgespielt. Ansonsten ist sie in keinen erwähnenswerten Rollen mehr aufgetaucht. Die restlichen Darsteller sind einfach nur da und machen das was sie sollen. Regie und Drehbuch ist von Greydon Clark. Seine Filmografie Filmografie strotzt nur so von Belanglosigkeit. Man kennt zwar den ein oder anderen Film aber gesehen hat man davon im Normalfall keinen.
Alles in allen haben wir hier einen recht billigen und dummen Film, der die Hälfte seines Budgets für alte Stars verschwendet und eigentlich nur durch die Mutantenkatzenpuppe punkten kann. Er hat so einige Längen und belanglos geschriebene Charaktere, hat aber genau das Mindestmaß an Unterhaltungswert um bis zum Schluss dran zu bleiben….
Ellas Meinung:
Eine genetisch veränderte und super aggressive Katze aus einem geheimen Forschungslabor findet Zuflucht auf der Luxusyacht eines korrupten Geschäftsmannes. Während das Schiff Richtung Cayman Islands segelt, stellt sich heraus, dass in der Katze ein mutierter Parasit lebt, der durch das Maul der Katze schlüpft, um die Passagiere nacheinander auf blutige Weise zu töten. Die Menschen auf dem motorsabotierten Schiff, darunter auch eine Gruppe junger sexy Erwachsener, müssen nicht nur gegen den ansteckenden Parasiten kämpfen, sondern auch gegen die Skrupellosigkeit des Yachtbesitzers antreten.
Uninvited ist ein US-amerikanischer Horrorfilm aus dem Jahr 1988, der von Greydon Clark geschrieben, produziert und inszeniert wurde. Diesen Regisseur kenne ich vor allem von dem SF-Horrorschocker Das Geheimnis der fliegenden Teufel (1980). Die Hauptrollen übernahmen George Kennedy, Alex Cord, Clu Gulager, Toni Hudson, Eric Larson und Clare Carey. Aufgrund seiner unterdurchschnittlichen Splatterszenen war Uninvited von 1989 bis 2014 in Deutschland indiziert.
Obwohl ich ein Fan von skurrilen Puppen bin, denn in der Katze aus dem Folterlabor steckt ein kleines Püppchen, konnte mich Uninvited nicht wirklich überzeugen. Der Film ist ungewollt albern, wenn so ein kleiner Kerl, der in eine Katze passt, Menschen ernsthaft verletzten und töten kann – geschenkt. Doch, was ich nicht verzeihen kann, ist die Tatsache, dass der Horrorfilm an vielen Stellen, vor allem in den Kampf-, Tanz- und Sexszenen, einfach nur lächerlich ist. Das ist alles so klischeehaft, bieder und seltsam. Hinzu kommen teils dümmliche Dialoge, unschönes Overacting und eine nicht sehr durchdachte Story. Nichts gegen die pulpige Idee, dass eine Katze sich für Tierquälerei an den Menschen rächt, das hätte ein durchaus guter Trashfilm werden können, doch Greydon Clark ist das mit Uninvited leider überhaupt nicht gelungen.
Filmfehler:
Als die Katze die Räuber im Auto angreift, sieht man den Arm des Puppenspielers.


Das Auto mit denen die Räuber flüchten und das was den Abhang runterstürzt, ist nich das Selbe.






